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Rassekleintierzuchtverein E 22 St. Florian am Inn

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Wenn Kaninchen keine Jungen bekommen!!!


Beinahe jeder Züchter musste schon erleben, dass sein Warten auf Nachwuchs vergeblich war, oder dass die wenigen Jungen der Jännerkälte zum Opfer fielen. Auch dass so manche hoffnungsvolle Junghäsin kein Nest baute und ihre Jungen wahllos in der Bucht (Stall) verteilte ist nicht selten.


Wenn man sich die psychologische Fortpflanzung unserer Kaninchen genauer ansieht, erkennen wir sehr schnell, dass es für diese Anomalitäten sehr konkrete Ursachen gibt. Die Auffassung, dass Häsinnen keinen Brunstzyklus sonder Dauerbrunst besitzen, ist leider bis heute noch immer nicht eindeutig bewiesen. Die Neuesten Untersuchungen tendieren eher dazu, dass Häsinnen sehr wohl einen Brunstzyklus aufweisen, der in den Abständen von 5 bis 16 Tagen seinen Höhepunkt erreicht.


Die Tatsache, dass einige Häsinnen den Rammler ablehnen und andere Widerrum stets paarungsbereit sind, berührt offenbar darauf, dass Häsinnen ein und derselben Rasse unterschiedliche Sexualhormonmengen aufweisen. Die Paarungsbereitschaft der Kaninchen und der nachfolgende Deckakt werden durch das Sexualzentrum gesteuert, ebenso die Deckbereitschaft des Rammlers. Häsinnen die mehr Sexualhormone besitzen als erforderlich, neigen zu Scheinträchtigkeit, diese Häsinnen nehmen ebenfalls keinen Rammler an.

Die Deckbereitschaft von Häsinnen ist nicht immer leicht erkennbar.

Verschiedentlich deuten unruhiges Verhalten, Durchwühlen der Einstreu und häufiges Harnabgeben diesen Zustand an. Streicht man einer Deckwilligen Häsin mit der Hand über den Rücken und zwar im Gegenstrich der Haare, so hebt sie ihre Hinterpartie an. Die Paarung sollte stets im Stall des Rammlers erfolgen; die Rammler sind in Ihrer gewohnten Umgebung deckfreudiger. Außerdem wird die Häsin durch den typischen Geruch des Rammlers sexuell stimuliert.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Deckakt ist aber nicht nur die Paarungsbereitschaft der Tiere sondern auch deren absoluter Gesundheit!!! Die Fruchbarkeitsleistung der Häsinnen wird überwiegend von Sexualhormon Melatonin bestimmt. Die Höhe des Melatoninspiegels ist im Jahresverlauf sehr unterschiedlich und hängt von der Tageslänge, also der täglichen Lichteinwirkung, die 14 bis 16 Stunden nicht unterschreiten sollte, ab. Langjährige Untersuchungen ergaben, dass die fruchtbarste Zeit von Mitte Februar bis Mitte Juni besteht und mit dem kürzer werden der Tage bis in den Dezember rapide abnimmt. Dies ist somit auch ein Grund, dass in den kalten Wintermonaten und ungenügenden Tageslicht oft nur wenige Junge geworfen werden, die dann aufgrund mangelnder Wärmeeinwirkung von außen und Selbsterwärmung der Kälte zum Opfer fallen. Ein weiterer Grund, warum Häsinnen nicht aufnehmen liegt in der mangelnden Kondition der Tier, hier möchte ich vor allen stark übergewichtige und verfettete Häsinnen zu nennen, bei denen kein Eisprung nicht mehr stattfindet.

Wenn Junghäsinnen kein Nest bauen und ihre Jungen im ganzen Stall verstreuen, so ist die nicht immer der Unerfahrenheit der Häsin zurückzuführen oder mangelnder Pflegeinstinkt zuzuschreiben, vielmehr liegen die Ursachen in äußeren Störungen. Diese Störungen müssen nicht zwangsläufig Beunruhigungen von außen sein. Extreme Kälteeinwirkungen oder auch extreme Hitzeeinwirkungen gelten ebenfalls als Störung und hindern der Häsin sich auf die Geburt instinktiv vorzubereiten. Dieses Phänomen ist regelmäßig bei Temperaturen und minus 10 Grad und über 30 Grad Celsius zu beobachten.

 

Um seine Zuchttiere nicht über die Maßen zu strapazieren, sollte das richtige Gefühl des Züchters über irgendwelche Ausstellungstermine vorrangig sein!!!

 

 

Einige Kaninchenrassen

Meißner Widder

Geschichte
Der Meißner Widder wurde von Leo Reck aus Meißen erzüchtet. Er wollte die Silberung des Kleinsilberkaninchens auf den Widdertyp übertragen, um den Silberungseffekt mit einem größeren, vollgriffigen, dichteren Fell zu vereinen. 1906 zeigte er seine Neuschöpfung erstmals der Öffentlichkeit.
  Gewicht und Körperbau
Das Mindestgewicht dieser mittelgroßen Rasse beträgt 3,5 kg, das Normalgewicht über 4,5 kg und das Höchstgewicht 5,5 kg. Der Körper ist leicht gestreckt und weniger massig und gedrungen als beim Deutschen Widder.
Der Kopf soll einen ausgeprägten Widdertypus aufweisen, mit kurzer Schnauze, breiter Stirn, starken Kinnbacken und Ramsnase. Die Ohren des Widders werden als Behang bezeichnet. Sie sollen fleischig und abgerundet sein, bei einer Ideallänge von zusammen 38 - 42 cm, und hängen schlaff zu beiden Seiten des Kopfes herab. In der Kopfmitte bilden sie charakteristische Erhebungen, die als Krone bezeichnet werden.
  Farbe
Das gesilberte Fell ist in den Farbenschlägen Schwarz, Blau, Braun, Gelb und Havanna zugelassen.
Die Jungtiere kommen einfarbig und mit Stehohren zur Welt. Im Alter von etwa sechs Wochen zeigt sich bei den Jungtieren die erste Silberung; nach sechs bis sieben Monaten ist sie beendet. Jungtiere, deren Ohren breit angesetzt und schwer sind, lassen den typengerechten Behang erwarten.

Marburger Feh

Geschichte
Zuchtziel war die Nachahmung des kostbaren Pelzes des Feh-Hörnchens. Wenngleich dessen Perl-Effekt erst mir dem Perlfehkaninchen erreicht wurde, so weist doch das Marburger Feh in besonderem Maße dessen aparten graublauen Pastellfarbton auf.
1916 wurden die ersten Tiere der Öffentlichkeit vorgestellt und von Pelzfachleuten ob ihres erstklassigen Fells gerühmt.
Das Marburger Feh ist genetisch eine Kombinationsrasse von Havannabraun und Blau.
  Gewicht und Körperbau
Das Normalgewicht dieser kleinen Rasse beträgt über 2,75 kg bis zu einem Höchstgewicht von 3,25 kg, das Mindestgewicht liegt bei 2,25 kg. Der Körperbau ist leicht gedrungen und recht feingliedrig.
  Farbe
Die Deckfarbe ist am ganzen Körper ein sanft abgetöntes lichtes Blau, über das sich ein zart bräunlicher Schleier breitet, der an Kopf, Ohren und Läufen stärker in Erscheinung tritt. Die Bauchfarbe ist etwas matter.

Rex-Kaninchen

Geschichte
Das Rex-Kaninchen stammt aus Frankreich; es wurde 1924 erstmals in Paris präsentiert und kam zwei Jahre später nach Deutschland.
Gewicht und Körperbau
Zu den mittelgroßen Kurzhaarrassen gehörend, haben Rexe ein Höchstgewicht von 4,5 kg. Das Mindestgewicht variiert je nach Farbenschlag zwischen 2,375 kg und 2,5 kg, das Normalgewicht beträgt farbabhängig über 3 kg oder über 3,5 kg. Der Körperbau ist leicht gestreckt und walzenförmig, dabei vorne und hinten gleich breit. Hals und Nacken erscheinen nur angedeutet, der Kopf ist länglich bei trotzdem breiter Stirn und Schnauze.

Fell und Farbe
Die Besonderheit des Rex-Kaninchens ist sein extrem kurzes, maulwurfartiges Fell, das aus senkrecht stehenden, höchstens 2 cm langen Haaren besteht.
Die unterschiedlichen Farbenschläge der Rexe bilden eigene Rassen. Anerkannt sind Chin-Rex, Blau-Rex, Gelb-Rex, Castor-Rex, Schwarz-Rex, Havanna-Rex, Weiß-Rex , Blaugrauer Rex, Feh-Rex, Lux-Rex, Loh-Rex, Marder-Rex, Russen-Rex und Rhön-Rex, sowie Dreifarben-Schecken-Rex und Dalmatiner-Rex (in blau, braun, havanna oder schwarz.
Die Dalmatiner-farbige Variante ist der Fellzeichnung der entsprechenden Hunderasse nachempfunden und soll eine aufgelockerte, unregelmäßige Scheckung mit mindestens fünf Punkten pro Körperseite aufweisen.

Zwergwidder

Geschichte
Die Zwergwidder stammen ursprünglich aus den Niederlanden, 1964 wurden sie zum ersten Mal öffentlich gezeigt und 1973 in Deutschland als "Widderzwerge" anerkannt, 2003 dann in Zwergwidder umbenannt. Durch ihren ruhigen, genügsamen Charakter eignen sie sich auch hervorragend als Heimtier für Kinder.
  Gewicht und Körperbau
Zwergwidder sind etwas größer als die anderen Zwergrassen. Sie weisen ein Normalgewicht von über 1,4 kg bis 1,9 kg auf, bei einem Mindestgewicht von 1,2 kg und einem Höchstgewicht von 2 kg. Der Körper ist kurz, gedrungen und breitschultrig. Der Kopf soll einen ausgeprägten Widdertypus aufweisen, mit kurzer Schnauze, breiter Stirn, starken Kinnbacken und Ramsnase. Die Ohren des Zwergwidders werden als Behang bezeichnet. Sie sollen fleischig und abgerundet sein, bei einer Ideallänge von zusammen 24 - 28 cm, und hängen schlaff zu beiden Seiten des Kopfes herab. In der Kopfmitte bilden sie charakteristische Erhebungen, die als Krone bezeichnet werden.
  Farbe
Zugelassen sind die meisten einfarbigen Farbenschläge, außerdem thüringerfarbig, japanerfarbig, rhönfarbig und Mantelscheckung.

Kleinwidder

 

Geschichte
Der Deutsche Kleinwidder ist seit 1973 anerkannt; sein Zuchtziel war eine verkleinerte Ausgabe des Deutschen Widders.
  Gewicht und Körperbau
Mit einem Normalgewicht von über 3 kg, einem Mindestgewicht von 2,25 kg und einem Höchstgewicht von 3,5 kg gehört dieser Widder zu den kleinen Rassen. Der Körper ist breit und walzenförmig mit abgerundetem Becken, der Nacken ist kurz und kräftig. Das etwa 3 cm lange Fell wird dicht und griffig gewünscht. Der Kopf soll einen ausgeprägten Widdertypus aufweisen, mit kurzer Schnauze, breiter Stirn, starken Kinnbacken und Ramsnase. Die Ohren des Widders werden als Behang bezeichnet. Sie sollen fleischig und abgerundet sein, bei einer Ideallänge von zusammen 32 - 34 cm, und hängen schlaff zu beiden Seiten des Kopfes herab. In der Kopfmitte bilden sie charakteristische Erhebungen, die als Krone bezeichnet werden.
  Farbe
Als Farbenschläge zugelassen sind alle Grauabstufungen, alle einfarbigen Farben einschließlich thüringerfarben, sowie Mantelscheckungen und die Zeichnungen der Schwarzgrannen und Rhön.

Farbenzwerge


  Geschichte
Diese Rasse ist schon 1940 als "Kleurzwerge" in den holländischen Standard aufgenommen worden und, leicht vergrößert, seit 1956 als Farbenzwerge auch in Deutschland anerkannt.
  Gewicht und Körperbau
Das Mindestgewicht dieser Zwergrasse beträgt 1 kg, das Normalgewicht 1,1 bis 1,35 kg. Das Höchstgewicht liegt bei 1,5 kg. Auffällig sind der kleine, gedrungene Körper, die platte Schnauzpartie und die sehr kurzen Ohren mit einer Ideallänge von 4,5 bis 6 cm bei einer Höchstlänge von 7 cm.
  Farbe
Anerkannt sind fast alle Farbenschläge der übrigen Kaninchenrassen, so dass es zu nahezu jeder Rasse auch einen entsprechend gefärbten Farbenzwerg gibt.

 

 

Kaninchenfutter für den Winter

Die Vorsorge für den Winter ist in der Kaninchenzucht seit jeher eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.

Man kann zwar dank moderner Futtermittel das ganze Jahr über ohne große Beifütterung abhelfen. Jedoch ist es meine persönliche Einschätzung, daß auch Tiere Abwechslung in ihrer Ernährung brauchen. Dann wird von den meisten mir bekannten Züchtern eben im Frühjahr das Gras im Garten abgeschnitten und “den Hasen” in den Stall gegeben. Sehr lobenswert, jedoch was ist im Winter.

Das Einlagern grösserer Futtermengen ist oft ein Problem den wer hat in einem moderner Keller mit Heizraum, Waschküche und eventuell gut beheiztem Fitneßraum noch den kühlen Lagerkeller in dem sich die Früchte des eigenen Gartens über die Wintermonate bringen lassen.

Jedoch gibt es andere Möglichkeiten wertvolle Futtermittel zu konservieren.

Das Trocknen ist ein Möglichkeit die ich selbst gerne anwende. Wenn man nur kleinere Mengen zum Trocknen hat ist es empfehlenswert wenn man die Schattentrocknung (wie Heilkräuter) anwendet, da dadurch mehr Wirkstoffe erhalten bleiben. Ich lege dazu ein oder mehrere Leintücher auf den Dachboden gebe das Trockengut in dünner Lage darauf und überlasse es der Hitze die sich im sommerlichen Dachboden entwickelt. Bei schönem Wetter ist die Trocknung in ein paar Tagen abgeschlossen. Die Futtermittel sollen in luftigen Verpackungen aufbewahrt werden. Dann kann man seinen Kaninchen immer wieder mal mit ein paar wohlriechenden Futterbeigaben eine Freude machen.

Zum Trocknen geeignet und von mir erprobt und als sehr empfehlenswert empfunden

Gemüse:        

 Karotten     

Kohlrabi 

Sellerie 

Kräuter         

Brennesel

Löwenzahn

Schafgabe

Spitzwegerich

Alle Kräuter die “eben mal so” im Garten abfallen

Eine weiter Möglichkeit ist der Anbau von Futterpflanzen welche die ganze kalte Jahreszeit über verfüttert werden können. Ich sähe in meinem Hausgarten sobald die Hauptfrüchte abgeerntet sind Karotten, welche ich im Winter wenn es Schneefrei ist, ernten kann. Eine andere Möglichkeit ist sicherlich der Topinambur, dessen Knollen ebenfalls den ganzen Winter über geerntet werden können.

Ebenso kann man an seinen Obstbäumen den einen oder anderen Ast ausschneiden, der dann als wirklich gesunde Knabberei seinen Kaninchen gereicht werden kann. Desgleichen verhält es sich mit Tannen- oder Fichtenzweigen, die besonders dank ihrer Ätherischen Öle die eine oder andere Erkältung im Winter erleichtern. Aber auch noch sehr gerne gefressen werden.

Wichtig scheint mir hier zu sein das, das Futter bei der Verfütterung absolut frostfrei sein muß.

Ich hoffe Euch mit diesem Kurzen Beitrag die eine oder andere Anregung gegeben zu haben

Viel Glück und ein herzliches

 

GUT ZUCHT wünscht

Euch euer

Alois Nigl 

 

 

 

 

Ein Tipp von einen erfahrenen Kaninchenzüchter

Es ist jedem Züchter selbst überlassen, wie er seine Tiere optimal versorgen möchte. Wenn wir in unseren Rassekaninchen nicht nur Austellungsobjekte sehen wollen, müssen wir ihnen eine naturbelassene, abwechslungsreiche und artgerechte Fütterung und Haltung bieten.

Das nur mit Pelletsalleinfutter Siegertiere zu schaffen sind, gehört schlechthin in das Reich der Märchen!!!

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